1996 entdeckte ich meine Liebe zum Wasserspringen. Irgendwann nach meiner letzten Wiener Meisterschaft im Kunstturnen, während der Schulferien, wahrscheinlich beim Badeurlaub am Wörthersee, habe ich beschlossen, die Saltis nicht mehr nur am Boden zu drehen.

Musste natürlich wieder alles von Beginn an lernen. Bin in der Jugenklasse auch vom Turm gesprungen. Mittlerweile habe ich mich aber auf die Brettdisziplinen spezialisiert. Wobei nur die 3M olympisch sind. EM und WM werden auch am 1M Brett ausgetragen. Für 3M Synchro fehlt mir leider eine Partnerin.

Diese Seiten und Bilder zeigen mein Leben rund um den Leistungssport, und das österreichische 1-Frauen Team im Brettspringen. Ich stelle Euch meine Trainer vor, bringe einige Berichte von Wettkämpfen, bisserl Historie sowie Schnappschüsse und Videoclips.

Mag.Anja Richter in ihrer sportlichen Hochblüte und ich als mutige Anfängerin. Anja war 18 Jahre alt, als ich bei ihr beginnen durfte. Damals im Amalienbad. Das Stadthallenbad wurde gerade renoviert. Anja war sehr engagiert und hat mir viel beigebracht. Dann kam der Wechsel zu Herrn......(Foto ca. 2003)

Mag. Michael Worisch unserem Nationaltrainer. Im Jahr 2000 wurde Mag. Worisch zum österreichischen Nationaltrainer bestellt. Seiner Mannschaft gehörten an: Anja Richter, Marion Reiff; Constantin Blaha, Caroline Frece, Lucia Hantak, Veronika Kratochwil...

Michi , wie wir ihn nennen dürfen, hier im Bild mit Constantin Blaha, Caroline Frece und mir (im Kampf mit Pokal und Medaillie). Stadionbad - österreichische Meisterschaften.....

Nicht jedes Training und nicht jeder Wettkampf verlaufen wie vorgesehen. grübl,grübl...; Trotzdem hab ich mit Michi alle wichtigen Sprünge, die Umstellung auf die heutige Absprungtechnik usw. usf. erarbeitet. Er hat mir mit endloser Geduld viele Details beigebracht...

Der Sportlerkörper dreht und streckt sich ja nicht von allein - schon gar nicht zum richtigen Zeitpunkt. Da heißt es oft üben, üben und wieder üben und durch. Ja, und wenn es dann klappt - gibt es als Lohn der harten Arbeit doch immer wieder Anlass zur Freude...

Zu Jahresbeginn sind wir meist ein paar Tage auf Trainingslager in Berlin.(neue Sprünge lernen - gibt weniger blaue Flecken mit dem Bubbler dort) und hin und wieder geht sich auch zu Pfingsten mal ein Abstecher in wärmere Gebiete aus. Zuletzt vor 3 Jahren -- alle happy und entspannt...

Arestide Brun, wir dürfen ihn Didi nennen, ehemaliger Wasserspringer und Trampolinspringer, trainiert gemeinsam mit anderen Trainern unseren Nachwuchs. Ich absolviere mit ihm 2 Morgen- und ein Nachmittagstraining. Zusätzlich coacht er mich bei vielen internationalen Auftritten...

Wir unterscheiden Trockentraining und Naßtraining. Trocken:Gymnastik, Dehnübungen, Kraft, Schnellkraft, Trampolin, Schnitzelgrube...

Die Schnitzelgrube befindet sich im Praterstadion. Ist ein Becken mit Schaumstoffabschnetzel gefüllt. (Keine Kopfsprünge versteht sich). Bevor es ins Wasser geht wird der Sprung nochmals durchgespielt. Überwindung ist vor allem bei neuen Sprüngen gefragt; und nach einem Bauch- oder Rückenfleck.....

Das Fahhrad gehört nicht zu meinen bevorzugten Trainingsgeräten. Schon gar nicht von der 10 Meter Plattform. Mit 60 Km/h mit einem Drahtesel unter dem Hintern ins Sprungbecken tauchen?...

Akrobatik gut und schön; Harry Potter hin oder her; Diese Fortbewegungsmethode hat sich international noch nicht durchgesetzt. Darum trainieren wir praktisch nie mit dem Besen.

Nur die wilden Springer, die in Deutschland bei vielen Wettkämpfen ihre Schow zeigen, präsentieren solche Kunststücke in ihrem Programm...

Bei uns sieht das Naßtraining nicht so originell aus. Wir tragen ja auch keine Kostüme. Unser Programm spulen wir nach sorgfältiger Planung trotzdem ab.

Hier einige Photos, die anläßlich eines Interviews mit der Kleinen Zeitung entstanden sind.

Die Bilder wurden mir von der Redaktion zur Verfügung gestellt. Danke. Sind keine Trainings oder Wettkampfsprünge.

Naßtraining: Anlauf; Absprung; Drehung; Öffnen; Stoppen; Tauchen; Körperspannung; alles zur rechten Zeit am rechten Ort...

Wasserspringen kann auch die Gesundheit gefährden. Besonders dann, wenn man nach dem Absprung Brettkontakt findet.

Über mögliche unerwünschte Nebenwirkungen informieren Trainer, Arzt, Apotheker oder leidgeprüfte WassersprinerInnen.

So trainiere ich 9mal die Woche.von September bis Mitte Juli fleißig, damit..

unser Trainer und vielleicht nicht nur er, auch nach den olympischen Spielen einmal jubeln darf...